Cartina Italia
Magione

Die Burg des Malteser Ritterordens entstand etwa in den Jahren um 1160/1170 als befestigtes Spital. Der älteste Kern besteht aus dem Glockenturm und einem antiken Kirchlein, das dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht war. In ihrem Innern befinden sich zwei Fresken des 16. Jahrhunderts, die aus der Malschule des Pinturricchio stammen. Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, bevor es seine heutige Gestalt erhielt. Von besonderer Schönheit ist der Innenhof mit seinen Bogengängen auf drei Ebenen.

Der Lambardi-Turm wurde am Übergang des 12. zum 13. Jahrhundert von den Johannitern errichtet. Er erhebt sich auf einer Höhe hinter der Ortschaft Magione. Sein Grundriss ist viereckig. Ursprünglich war er mit einem Vorbau zur Verteidigung des Einganges versehen. Seine Basis besteht aus einem hohen Wehrsockel. Im Laufe der Zeit hat der 30m hohe Turm seinen ursprünglichen Zinnenkranz eingebüßt. Im 14. Jahrhundert diente er als vorgeschobener Aussichts- und Verteidigungsposten des Johanniterordens. Danach verfiel das Gebäude. Heute gehört der Turm zum Besitz der Gemeinde Magione und wird nun, nach seiner Restaurierung, zu öffentlichen Veranstaltungen genutzt.